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WingTsun 詠春功夫

WingTsun ist eine über 300 Jahre

alte chinesische Kampfkunst

Entstehung

Nachdem die Ming Dynastie von den Mandschus (Qing-Dynastie), welche

keine Chinesen sondern Mongolen waren, abgelöst wurde, wurden die

ehemaligen Regierungstreuen der Ming Dynastie verfolgt und getötet.

Um gegen die Mandschus vorzugehen, und um wichtige chinesische Kulturgüter

(wie zum Beispiel die Kampfkunst) zu schützen, wurden Geheimgesellschaften gegründet. Innerhalb dieser Gruppierungen schlossen sich auch mehrere Kampfkunstmeister zusammen und entwickelten durch den Austausch ihres Wissens neue Kampfkünste. WingTsun ist einer dieser Stile. Verglichen zu anderen Kampfkunststilen aus China ist  WingTsun zwar relativ jung, aber beinhaltet das Wissen vieler anderer älterer chinesischer Kampfkünste.

 

WingTsun Unterricht

Da WingTsun gegen eine Vielzahl anderer Kung Fu Stile* entwickelt wurde, beinhaltet das fortgeschrittenere WingTsun durchaus komplexe Bewegungen.  Zu Beginn ist es jedoch wichtiger, sich gegen die gängigsten Angriffe aus unserer Region (Europa) verteidigen zu können. Deshalb werden spezielle Programme Unterrichtet, die diese Thematik behandeln. Ziel ist es, dass der Übende schon früh Verteidigungsfähig wird. Wenn diese Programme durchlaufen sind, und der Schüler somit für den „Alltag“ gewappnet ist, kann er sich dem eigentlichen Wing Tsun Studium zuwenden. Hierbei lernt man ein deutlich breiteres Spektrum an technischen Fähigkeiten und der reine Selbstverteidigungsgedanke gerät allmählich in den Hintergrund.

Um einen hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten, findet der Unterricht in kleinen Gruppen statt. Nur so kann er Lernende individuell so gefördert werden, dass er seine Fähigkeiten auf die bestmögliche Weise ausbildet.

Techniken werden nicht bloß unterrichtet, sondern stets in Beziehung zu den jeweiligen Prinzipien und einer übergeordneten Ordnung veranschaulicht. Ziel ist es eine Kampfkunst als Gesamtsystem zu lernen und keine bestimmte Anzahl verschiedener Techniken.

* Kung Fu: Der Begriff Kung Fu ist nicht gleichbedeutend mit Kampfkunst. Kung Fu (功夫) bedeutet „harte, langwierige oder anstrengende Arbeit“.  „ Wǒ Gōngfū“  (我功夫) bedeutet also: „Ich arbeite hart.“ Worin diese Arbeit besteht wird damit aber nicht gesagt. Kung Fu auf eine Kampfkunst bezogen, bedeutet demnach: „Die harte Arbeit an sich selbst (geistig und körperlich).“

Philosophie

WingTsun basiert nicht nur auf verschiedenen chinesischen Kampfkünsten. Auch Philosophische Denkrichtungen, welche in China einen enormen Einfluss haben, haben das WingTsun System nachhaltig geprägt.  Die „sānjiào'' (三教) die „Drei Lehren“ ,  (Buddhismus, Taoismus uns Konfuzianismus) lassen sich auch im WingTsun wiederfinden.

Der Buddhismus steht für das immerwährende, beharrliche Üben. Ziel ist es nicht irgendwann „Fertig“ zu sein, sondern eine Perfektion als Ideal anzustreben. Der Weg ist das Ziel.

Der Taoismus steht für den ewigen Wandel als Prinzip, dem Dao (道). Sowie dem Handeln in Einklang mit dem Wandel : dem ,,Wu Wei" (無為).

Der Konfuzianismus steht für die richtigen Verhaltensweisen  innerhalb der fünf verschiedenen Beziehungsformen. Hier sind die Beziehungsformen Lehrer – Schüler sowie Schüler- Schüler besonders von Bedeutung.

 

WingTsun für Kinder

Auch Kinder können WingTsun lernen.

Hier wird Kids WingTsun, ein speziell für Kinder entwickeltes Programm unterrichtet.

Für Kinder beinhaltet der Unterricht: Spielerisches einüben von Bewegungen welche die Koordination und das Gleichgewicht schulen, Übungen zur Selbstbehauptung, Präventionsmaßnahmen für Gefahrensituationen sowie das Einüben von Selbstverteidigungstechniken.

Die Selbstverteidigungstechniken werden in einem Stufenweisen vorgehen unterrichtet. Hierbei lernen die Kinder, erst mit der Stimme, Gestik und Mimik auf potentielle Angriffe zu reagieren. Die gelehrten Selbstverteidigungstechniken sind von leichten bis hin zu schweren Wirkungen gestuft, wobei die körperliche Selbstverteidigung das letzte Mittel darstellt.

Ein selbstsicheres Auftreten kann schon das Aufkommen eines Konflikts im Ansatz verhindern.

Bezüglich weiterer Fragen können Sie sich gerne per Mail, oder telefonisch melden.   →Kontakt